„Ameisen mögen keinen Fisch" ist ein Pilgerroman. Wer glaubt, der Jakobsweg steht nur für Idylle und Spiritualität, der irrt. Der Jakobsweg ist ein Abbild des Lebens, nur radikaler und ehrlicher.

Etwa die Hälfte aller Pilger wandert aus religiösen Motiven. Der Rest hat andere Vorstellungen vom Weg - und das macht das Projekt, den Weg zu laufen, spannend. „Im Menschen lebt eine Sehnsucht, die ihn hinaustreibt aus dem Einerlei des Alltags und aus der Enge seiner gewohnten Umgebung", sagt Augustinus. Und genau das ist es, was alle Pilger antreibt, egal, welches Motiv sie haben.
Während die religiös orientierten Pilger die Gotteserfahrung, Frieden, Beistand und ein wenig mehr Wahrheit, die sie ihrer Meinung nach nur in Gott finden können, suchen -, Buße tun, Gelübde einlösen, Bitten vortragen, Hilfe erflehen, Dank sagen wollen, wandert die andere Hälfte aus den unterschiedlichsten Motiven. Es sind z.B. Abenteurer, die Länder, Leute und Sitten kennenlernen wollen, Sportliche, Kulturinteressierte, sogar Partnersuchende oder Atheisten. Manche starten nicht aus religiösen Motiven, kommen aber mit spirituellen Prägungen in Santiago an.

Diese bunte Welt der Pilgerschaft spiegelt sich in dem Roman wider: drei deutsche Pilger begleitet der Leser: Michael, einen Priesterseminaristen aus Augsburg, der Zweifel hat, ob er den richtigen Beruf eingeschlagen hat, Carl aus Pfungstadt, einen Atheisten und einen erfolgreichen Manager in der örtlichen Bierbrauerei und Stephan aus Trier, der vor einer beruflichen Entscheidung den Jakobsweg gehen will. Die drei treffen sich in Frankreich, verlieren sich immer wieder, um sich später wieder zu finden. Ihre unterschiedlichen Auffassungen über Gott und Kirche führen zu heftigen Auseinandersetzungen - bis zum Eklat. Ohne es beeinflussen zu können, prägen nicht die Pilger den Weg, sondern der Weg prägt die Pilger.
In Spanien begegnen sie Dagmar, einer Erzieherin in einer Kindertagestätte in Stuttgart, die vor einem beruflichen Ortswechsel ebenfalls den Jakobsweg gehen will. Alle vier kommen in Santiago an. Aber anders, als sie es sich zu Beginn ihrer Pilgerreise vorgestellt hatten. 

Der Autor ist den Weg 2006 selbst von Stuttgart aus gegangen. Eigene Gedanken auf dem Weg, aber auch Schilderungen anderer Pilger führten zu dem Stoff, der nur in den Figuren erfunden ist. Daher ist der Roman wie ein Tatsachenbericht aufgebaut. Die Wegbeschreibung und die Stories sind bis auf wenige Ausnahmen realistisch. Der Weg ist ein Abbild des 'normalen' Lebens, nur radikaler und ehrlicher.
Bücher

Das neue Buch über die Zeit
von 1947 ist erschienen:Stöckskespitter - Das neue Buch
Fotos zum Buch
Gedankenstrich - Das Buch Ameisen mögen keinen Fisch - Das Buch

Für Informationen und die Bestellmöglichkeiten klicken
Sie auf die Bücher